Debatten


DIE EU PARLAMENTSWAHLEN 2009

Das Europäische Parlament ist ein aufregender Ort, wo politische Diskurse nicht entlang von Staats- und Parteiengrenzen verlaufen. Ein "Arbeitsparlament" im besten Sinne. Seit Ende der 70-er Jahre werden seine Hunderten von Abgeordneten direkt gewählt. Mit jeder Reform der EU bekam das Parlament mehr Macht. Dennoch nahm seine Legitimität mit jeder Wahl – 1979, 1984, 1989, 1994, 1999, 2004 und 2009 – ab: die Wahlbeteiligung zum EP befindet sich im Sinkflug. Was ist von den nächsten Europawahlen zu erwarten? Dazu referierte Dr. MMag. Markus Warasin der das Referat "Strategische Ausrichtung" (DG Kommunikation) im Parlament leitete und somit auch Einblicke in das Innenleben der Europäischen Legislative gewährte. 

 

 LINKS:

  • Ergebnisse der Wahlen 2009 nach Parteien, Ländern, etc: interaktive website des Europäischen Parlamentes
  • Markus hat 2001 ein EURAC-Arbeitsheft zum Thema der Europäischen Informationsgesellschaft verfasst. Das Thema bietet wiederum Zusammenhänge zur Europäischen Öffentlichkeit.
  • Für die Südtiroler Volkspartei (SVP) sitzt seit 2009 Herbert Dorfmann im Europäischen Parlament.Sein SVP-Vorgänger war Michl Ebner (1994-2009). Neben Michl Ebner stammten in diesem Zeitraum ebenso aus Südtirol: Reinhold Messner (1999-2004, zuerst für die Grünen, dann parteilos); Sepp Kusstatscher (2004-2009, die Grünen); Lilli Gruber (2004-2009, Ulivo). Seit der ersten Direktwahl zum EP im Jahre 1979 bis 1994 war die SVP mit Herrn Joachim Dalsass vertreten. Neben Dalsass stammten in diesem Zeitraum ebenso aus Südtirol: Anselmo Gouthier (1979-1984, Partito Communista Italiano); Alexander Langer (1989-1995, die Grünen) und Pietro Mitolo (1992-1994, Movimento Sociale Italiano).